Ich werde oft gefragt, wozu Facebook und dieses ganze Social-Media-Gedöns eigentlich gut sein soll. Ich antworte darauf für gewöhnlich, dass es dabei um Dialog und Interaktion geht. Und natürlich ums Netzwerken. Da ich auch immer wieder gefragt werde, wie sowas praktisch aussieht, hier ein aktuelles Beispiel:

Wie es anfing

Vor rund einem Jahr kontaktierte mich ein mir bis dato unbekannter Ralph Möllers wegen einer Frage zu Facebook. Wir kamen ins Gespräch und ich erfuhr, dass er Kinderbücher in einem Verlag namens Terzio veröffentlicht. Und zwar nicht irgendwelche Kinderbücher, sondern u.a. den wunderbaren Ritter Rost! (Da meine Neffen die ganze Familie mit den CDs beschallen bis auch der letzte Verwandte mitsingen kann, war mir das natürlich ein Begriff. ;-) )

Ich erzählte ihm wiederum nur mal so von der Kinderbuchserie rund um den frechen Kabeljau Fjodor, die mein Kunde und guter Freund Pål H. Christiansen in Norwegen veröffentlich hat. Das alles lief wie gesagt neben einer Unterhaltung, die sich eigentlich um Facebook drehte.

Wie es weiterging

Pål, Ralph und ich bei einer skype-Konferenz

Pål, Ralph und ich bei einer skype-Konferenz

In den folgenden Wochen half ich mit, die Fanseite von Ritter Rost zu verbessern, wir waren alle drei aktiv bei Ich mach was mit Büchern und so kamen Ralph und ich immer wieder ins Gespräch. Dabei ging es auch immer mal wieder um Fjodor, ich schickte Links zu unserer bisherigen Kommunikation über Fjodor an Ralph, stellte den Kontakt zwischen Ralph und Pål her und so wurde das Ganze schnell konkret: Terzio würde Fjodor auf deutsch herausbringen!

Dabei würden nicht nur einfach das norwegische Original übersetzt und die Illustrationen übernommen werden. Kein Geringerer als Ritter-Rost-Komponist Felix Janosa würde die Musik dazu schreiben, die auf einer CD, die auch die Audioversion des Textes enthält, zum Buch gehören würde. Als Vorleser konnte Till Demtrøder gewonnen werden.

Das Ergebnis

Heute ist es soweit: “Fjodor flippt aus” ist erschienen und wird hoffentlich viele Fans finden!

Wer schon mal reinhören will, kann das hier tun:

Und was zum Mitsingen:

Reinschauen kann man via book2look : http://book2look.com/vBook.aspx?id=9783898357609

Der nächste Band der deutschen Version soll noch in diesem Jahr erscheinen! (Und natürlich machen Pål, Ralph und ich derweil weiter unsere Scherze mit dem frechen Fisch auf Facebook. Dort konnten wir z.B. auch entdecken, dass Ralph sich bereits mit Fjodor getroffen hat: ;-)

Ralph und Fjodor

Fazit

Wären wir nicht alle drei auch als Mensch auf Facebook aktiv und hätten Pål und ich nicht schon mit seiner bisherigen Online-Kommunikation dafür gesorgt, dass man sich auf einen Blick über die Kinderbücher informieren kann, wäre es nicht zu dieser Veröffentlichung heute gekommen. Und würde ich nicht andere Leute zu Facebok beraten, wäre Ralph auch nicht zu mir gekommen und damit auf Fjodor aufmerksam geworden.

"Fjodor flippt aus" ist angekommen!

P.S: Hab ich erwähnt, dass Pål und ich uns ursprünglich über Myspace kennengelernt haben? ;-)

9 Kommentare auf “Von der Facebookfrage hin zur Kinderbuchserie oder was Netzwerken bringen kann”

  1. Das ist mal ein richtig schönes und Mut machendes Beispiel, finde ich! :)

  2. Cool, ja, solche Netzwerkgeschichten mit ursprünglich völlig unbekannten Menschen kenne ich auch und finde sie wirklich ganz toll !

  3. Claudia sagt:

    Das ist ja mal ne schöne Geschichte :-)

  4. [...] Von der Facebookfrage hin zur Kinderbuchserie oder was Netzwerken bringen kann "Wären wir nicht alle drei auch als Mensch auf Facebook aktiv und hätten Pål und ich nicht schon mit seiner bisherigen Online-Kommunikation dafür gesorgt, dass man sich auf einen Blick über die Kinderbücher informieren kann, wäre es nicht zu dieser Veröffentlichung heute gekommen." [...]

  5. [...] Ich arbeite dabei nach wie vor allein und von zuhause aus (zum einen aus gesundheitlichen Gründen, aber auch weil ich so effektiver arbeiten kann). Über Skype halte ich außerdem Vorträge oder werde in Gesprächsrunden zugeschaltet. Ich wähle meine Projekte bewusst aus und verweise die, die ich nicht selbst übernehmen kann, an Kollegen aus meinem immer weiter wachsenden Netzwerk. Meine bevorzugten Kunden sind Menschen aus der Buchbranche, Künstler und KMU, die eine langfristig funktionierende Kommunikation aufbauen wollen. Und natürlich realisiere ich weiter erfolgreich Projekte zusammen mit Pål und das auch über Facebook. [...]

  6. [...] hatte ich ja darüber berichtet, wie das Netzwerken auf Facebook dazu geführt hat, dass die norwegische Kinderbuchserie vom frechen …. Aufgrund der großen Resonanz, die der Artikel hervorgerufen hat, möchte ich hier auch weiter [...]

  7. [...] neue Wege im Social Web ausprobieren. Über mein Netzwerken auf Facebook haben wir z.B. auch einen deutschen Verlag für seine Kinderbücher gefunden. Der zweite Band erscheint dieser Tage im [...]

  8. [...] bisherige Höhepunkt meiner Arbeit mit Fjodor war aber die Vermittlung der Buchserie via Facebook an den deutschen Terzio-Verlag, der daraus mit Felix Janosa eine Kindermusical-Reihe [...]

Kommentar abgeben

Impressum