Ein neues Werkzeug, das die Diskussion über “Lassen wir Kommentare auf unserer Seite zu oder nicht” überflüssig machen wird, ist das neue Google Sidewiki. Damit kann man jeden Webinhalt (ob ganze Seiten oder nur Teile davon) kommentieren, indem man sich die Google Toolbar runterlädt und sich mit seinem Google-Konto anmeldet.
Natürlich hat Google in den Stanardeinstellung alles darauf ausgerichtet, dass man möglichst viele Daten weitergibt. In den Einstellnugen kann man das jedoch (soweit mir iauf den ersten Blick ersichtlich) weitesgehend wieder abstellen.
Sobald man mit seinem Google-Konto angemeldet ist, kann man dann anhand des Sprechblasen-Icons sehen, ob es bereits Kommentare zu einem Webinhalt gibt:

Im nicht eingeloggten Zustand sieht man nur eine graue leere Sprechblase. Ist man imit seinem Google-Konto eingeloggt, die Seite, die man kommentieren möchte bislang aber unkommentiert, sieht man die weiße Sprechblase mit Stift. Wenn eine Seite jedoch bereits kommentiert wurde, ist die Spreachblase gelb.
Das bedeutet, aber auch:
- Wer sich die Google Toolbar nicht installiert, bekommt gar nicht mit, ob seine Seite kommentiert wurde, oder nicht.
- Wer kein Google-Konto hat, kann nicht auf Kommentare reagieren.
Und es stellt sich die Frage, wie man gegen unsachliche Kommentare vorgehen kann, da man ja nicht wie im eigenen Blog darüber entscheiden kann, ob ein Kommentar freigeschaltet wird oder nicht…
Wie finden Sie dieses Werkzeug?
Werden Sie es nutzen oder zumindest darauf achten, ob Seiten bereits damit kommentiert wurden?








Hallo,
also grundsätzlich bin ich von der Idee fasziniert. Damit steht uns ja zum ersten Mal eine netzweite Plattform für Kommentare zur Verfügung. Zur Zeit sind sie ja über das komplette Netz verteilt, z.B. in den blogs selber, bei Disqus oder ähnlichen Anbietern. Bei installierter Toolbar hat der User die Kommentarfunktion immer dabei.
Nachteil ist natürlich, dass der Betreiber der Website keinen Einfluss auf die Kommentare zu seiner Site hat.
Aber vieleicht setzt sich Sitewiki auch gar nicht durch.
Es ermöglicht auch Betreibern von statischen Websites das Nutzen von Kommentaren. Jetzt sollte Google nur noch ein Widget zur Verfügung stellen, das man dann auf seiner Seite einbindet, um auf die Kommentarmöglichkeit hinzuweisen. Für ungeübte Nutzer ist das aber sicher zu kompliziert, insofern bin ich skeptisch, ob es sich über die Social-Media-Szene hinaus durchsetzen kann.
Eigentlich ist das ja alles nichts Neues. Alexa kennt so was ansatzweise seit fast 10 Jahren, manche Kurz-Url-Services bieten ansatzweise Ähnliches, und einige Facebook-Apps ebenfalls. Bei Google sieht das alles nicht ganz so stylisch und cool aus. Aber da es Google Nutzen bringt, darf man davon ausgehen, dass es gewohnt flott und robust funktioniert. Außerdem hat Google einen sehr heterogenen Nutzerkreis, was auf interessante und vielschichtige Kommentare hoffen lässt.
Inhaltsanbieter müssen wieder ein Stück ihrer Domain-Herrlichkeit aufgeben (ähnlich wie bei Volltext-Feeds): wieder wandert ein Stück Interesse in ein anderes Fenster. Aber wer sich damit nicht abfinden kann und immer noch glaubt, eine eigene Webpräsenz plus deren mühsam erstelltes Layout sei der Nabel der Welt, müssen eben nachsitzen.
Schön gesagt!
Sehr interessant! – Nicht nur für Google. Wobei die Möglichkeit, Googles Datenbankeinträge mit Kommentaren weiter zu qualifizieren, sicherlich der Grund zur Etablierung dieser Funktion war. Bieten diese doch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Bing & Co.
Ich glaube jedoch ebenfalls, dass sich diese Funktion bei der Masse nur zögerlich durchsetzen wird. Dies wiederum hat auf die Zahl der Kommentar-Bewertungen und damit auf deren Sortierung in der Rangliste (also auf die Aussagekraft) einen schlechten Einfluss…
Ich bin mal gespannt, wie sich Sitewiki (resp. dessen Inhalte) entwickelt und wie das Ganze medial verarbeitet wird.
Schreibe gerade an einer Fortsetzung dieses Blogposts.
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