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Wer so mit Fans ungehen will, hat nichts begriffen...

In letzter Zeit erreichen mich immer wieder Fragen darüber, wie man den Fans auf Facebook-Seiten das Posten und auch gleich noch das Kommentieren untersagen könne. Solche Anfragen lassen mich gelinde gesagt erschaudern, zeugen Sie doch von einem fundamentalen Unverständnis dafür, worum es bei so einer Fanseite überhaupt geht.

Daher hier ein kurzer Beitrag darüber, was so eine Fanseite überhaupt ist bzw, was sie nicht ist:

Eine Facebook-Seite…

  1. dient der KOMMUNIKATION Ihres Unternehmens/Ihrer Band/etc. mit den Fans!
  2. soll den Fans die Möglichkeit bieten, DIREKT mit Ihnen in KONTAKT zu treten!
  3. ist der Ort, wo Fans FEEDBACK abgeben können und sollen!
  4. erfordert tägliche und sorgsame PFLEGE!
  5. kann eine statische Website ERGÄNZEN, nicht ersetzen!
  6. ist KEIN weiterer one-way-Werbekanal!

Ergänzungen zu dieser Liste nehme ich gern per Kommentar entgegen.

Ach ja und was antworte ich Leuten, die mich  fragen, wie man Fans das Posten und Kommentieren auf einer Fanseite untersagt? Ich rate ihnen sich erstmal darüber schlau zu machen, was wohl das “social” in Social Media zu bedeuten hat…

Grafik: schwindt-pr

Eine Frage, bei der es immer wieder zu Missverständnissen kommt, ist: wie füge ich Anwendungen meiner Facebook-Fanseite hinzu? Hier ein kurzes Tutorial dazu:

1. Stellen Sie zuerst sicher, dass die Anwendung sich überhaupt zu Seiten hinzufügen lässt! Dazu muss auf der Anwendungsseite folgender Link vorhanden sein:

“ZU MEINER SEITE HINZUFÜGEN”

Dieser Link befindet sich im Menü unter dem Anwendungslogo. Nur dieser Link führt zum Installieren einer Anwendung auf Ihrer Fanseite!

Verwechseln sie diesen Link nicht mit “Zu den Favoriten meiner Seite hinzufügen” (der dient nämlich nur dem Hinzufügen der Anwendungsseite zu den Lieblingsseiten = Linkempfehlungen Ihrer Fanseite).

Fehlt der Link “Zu meiner Seite hinzufügen”, dann lässt sich die Anwendung nicht auf Seiten installieren! Solche Anwendungen enthalten dann nur den blauen Button “Zur Anwendung”, der dem Installieren der Anwendung in Ihrem Profil dient.

Anwendungen, die sich sowohl auf Profilen als auch auf seiten installieren lassen, haben sowohl den blauen button, als auch den Link “Zu meiner Seite hinzufügen”:

2. Wenn Sie den Link “Zu meiner Seite hinzufügen” angeklickt haben, wird die Anwendung noch nicht automatisch auf Ihrer Fanseite sichtbar. Dazu müssen Sie zuerst auf Ihrer Fanseite zu “SEITE BEARBEITEN” gehen und dann dort die Anwendung selbst bzw. deren Einstellungen bearbeiten. Hier können sie auch definieren, wo innerhalb der Fanseite sie angezeigt werden soll. Wählen Sie hier besser die Variante “Reiter”, da “Felder” demnächst von Facebook abgeschafft werden sollen.

Nachdem hier schon gezeigt wurde, wie man einen FBML-Reiter auf Facebook-Fanseiten anlegt und wie man eine eigene CSS dafür einbindet, möchte ich nun am Beispiel meiner Fanseite darauf eingehen, wie man den Inhalt eines solchen FBML-Reiters durch ein weiterführendes Menü ergänzen kann:

Einer der FBML-Reiter auf der Fanseite von schwindt-pr

Dieser FBML-Reiter besteht aus folgenden Elementen:

  • Kopfgrafik (blauer Kasten)
  • Tabelle mit einer Zeile und fünf Spalten für das Menü
  • rechts floatende div für den grauen Kasten
  • eine div für den restlichen Inhalt

Hier soll nur die Tabellenkonstruktion für das Menü erklärt werden. Der Quelltext hierfür lautet:

<table class=”menutable“>
<tr>
<td
class=”menufront“>Home</td>
<td class=”menucell
><a href=”http://www.facebook-beratung.de”>Facebook-Beratung</a></td>
<td
class=”menucell><a href=”http://delicious.com/annetteschwindt/facebook+sprblog“>Blogposts über Facebook</a></td>
<td
class=”menucell><a href=”http://www.facebook-buch.de/”>Buchblog</a></td>
<td
class=”menucell><a href=”http://www.facebook-buch.de/kontakt/”>Kontakt</a></td>
</tr>
</table>

Da Facebook die maximale Breite der Fanseiten-Reiter auf 520px begrenzen wird, habe ich in der CSS zu diesem Reiter die Weite der Tabelle über die Klasse menutable genauso definiert. Dadurch passt sich die Weite der Zellen je nach Anzahl und Inhalt der Zellen immer auf diese Weite an.

Um den “aktiven” Menüpunkt optisch abzuheben, habe ich für diesen eine eigene Klasse menufront angelegt, die mit weißem Hintergrund und einem grauen Rand definiert wurde (analog zum Design von schwindt-pr.com). Die restlichen Menüpunkte wurden überdie Klasse menucell als grau hinterlegt definiert.

Wie Sie am Quelltext oben sehen, brauchen Sie die einzelnen Menüpunkte dann nur noch mit der gewünschten Webpage zuverlinken. In meinem Fall führen sie zu verschiedenen Unterseiten meiner Agenturwebsite bzw. zum Blog über mein Facebook-Buch bei O’Reilly.

Aber Sie können natürlich auch auf Reiter innerhalb der Fanseite verweisen. So habe ich es auf meinem anderen FBML-Reiter gemacht: Der Menüpunkt “Facebook-Buch” verweist hier auf oben gezeigten Reiter.

Haben Sie Fragen dazu oder möchten Sie, dass ich einen solchen Reiter für Ihre Fanseite umsetze? Dann hinterlassen sie mir doch einen Kommentar oder schicken Sie mir eine Mail an fragen@facebook-beratung.de

Die selbständige Webdesignerin Alexandra Steiner aus Wien ist einer der Netzwerkpartner von schwindt-pr. Kürzlich zeigte mir Alexandra folgenden Weg zur Einbindung eines eigenen CSS in einen FBML-Reiter auf Facebook. Ich bat sie daraufhin, diesen in einem Gastbeitrag kurz zu erläutern:

Nichts ist schlimmer, als ein unüberschaubarer Quelltext. Gerne hätte ich eine einfachere Variante genutzt, doch leider lassen sich in FBML-Reitern  weder iframes noch externe Stylesheets  über JavaScript einbinden. Die im folgenden erläuterte Vorgehenseweise scheint also die einzige Möglichkeit zu sein, statische Seiten mittels CSS und HTML darzustellen.

Mit dieser Möglichkeit bleibt der CSS-Teil schlank und unübersichtliche CSS-Deklaration für jedes einzelne Element sind nicht nötig. Somit bleibt der Quelltext übersichtlich und aufgeräumt.

Um den Quelltext innerhalb des FBML-divs zu entschlacken sollte man Folgendes tun:

<style>
<!–
Element {Eigenschaft:Wert; …}
–>
</style>

Danach folgt der übliche HTML-Part.
Innerhalb von <style> … </style> kann man nun problemlos Klassen, ids und Elemente deklarieren. Im HTML-Part werden wie gehabt die Klassen oder ids aufgerufen.
Hier ein kleines Beispiel:

<div>
<h1>FBML als praktische Werbeplattform</h1>
<p>Fbml ist die neue und unkomplizierte Art sein Unternehmen noch effizienter zu präsentieren.</p>
<p><a href=“#“>Werden Sie Fan!</a></p>
</div>

<style>
<!–
div {background:url(http://www.deinewebseite.at/images/bla.gif) top center #fff;}
h1 {color: green; font-size: 25px;}
p {color: red; font-size: 14px;}
a {color: black; text-decoraiton: underline;}
–>
</style>

Der Einfachheit halber sollte man den gesamten CSS-Teil am Ende des HTML-Teil stellen. Das hat den Vorteil, dass man sich keinen Wolf scrollen muss, um die Inhalte zu bearbeiten. Erfahrungsgemäß arbeitet man öfter an den Inhalten als an der CSS.

Empfehlenswert ist es, sowohl den HTML-Part als auch den CSS-Part extern vorzubereiten, also nicht direkt in die FBML-Box reinzuschreiben. Es ist einfach gemütlicher, beide Teile in einem HTML-Editor zu erstellen. Somit vermeidet man Fehlerquellen und muss nicht unnötig rumdoktern. Zumal das FBML-Formularfeld nicht sehr nutzerfreundlich gestaltet wurde.

Erwähnt sei auch, dass komplexe CSS-Strukturen nicht umsetzbar sind. Daher sollte man auf verschachtelte divs verzichten. Hier empfehle ich ausnahmsweise Tabellenkonstrukte – in der konventionellen Webseitengestaltung würde ich diese Technik nicht anwenden. Da ja Facebook an sich schon keinen Wert auf Validität und Barrierefreiheit legt, kann man auch alle beiden Augen zudrücken. Hier geht es wirklich nur um das optische Darstellen und nicht unmittelbar um Barrierefreiheit, Validität oder gar Benutzerfreundlichkeit… Facebook hat viele Möglichkeiten unterbunden, um zu tiefes Eingreifen in den Code zu verhindern. Ob das gut oder schlecht ist, sei mal dahingestellt.

UPDATE 12.03.2010: Der Link ist wieder da!

Heute fragte mich ein Leser, wie man so ein Unternehmenskonto eigentlich erstellt. Ich wollte ihn daraufhin auf den Link auf der Startseite von Facebook verweisen, aber siehe da: der Link ist weg!

Leider habe ich keinen besseren Screenshot mehr von der alten Startseite, aber da gab es damals unter dem Registrierungsformular einen eigenen Link für das Registieren von Unternehmenskonten:

Dieser fehlt jetzt aber komplett. stattdessen gibt es nur noch das normale Registrierungsformular:

Hat Facebook die Unternehmenskonten also abgeschafft? Wenn dem so wäre, würde ich das sehr begrüßen, da Unternehmenskonten ohnehin nur als Krücke dienen konnten.

Bleibt die Frage, was dann mit bereits existierenden Unternehmenskonten passiert. Werden alle Inhaber von Unternehemnskonten aufgefordert werden, ihre Konten umzuwandeln? Hat jemand bereits Erfahrungen in dieser Richtung gemacht? Wie finden Sie diese Änderung?

Schon gesehen? Seit gestern zeigt Facebook folgende Werbung für die Nutzung über Handy an, wenn man sich über Web ausgeloggt hat. Der Button “Hole die Facebook-Handy” führt dabei zur Unterseite http://www.facebook.com/mobile/, auf der man weitere Informationen zur mobilen Faebooknutzung bekommt.

Nutzen Sie Facebook schon mobil? Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

Wie ich gestern mit Freude festgestellt habe, können zu Rezensionen auf Facebook-Fanseiten jetzt auch Kommentare und “Gefäält mir”-Bekundenungen hinterlassen werden! :-) Die ersten Fans haben dies auch schon auf meiner Seite genutzt:

Die Anwendung “Rezensionen” finden Sie übrigens entweder in der Liste der vorinstallierten Anwwendungen Ihrer Fanseite unter “Seite bearbeiten” oder HIER.

Wie finden Sie diese Neuerung?
Nutzen Sie die Anwendung auf Ihrer Fanseite und welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

Bereits gestern hatte mich mein Kollege Karim Patrick-Bannour darauf aufmerksam gemacht, dass auf einigen Facebook-Fanseiten ein neuer Link unter den Postings aufgetaucht sei, der “Bewerben” heißt. Heute dann tauchte dieser Links zum ersten Mal auch auf meiner Fanseite auf:

Zunächst hatte ich angenommen, es handle sich dabei um die überfaällige Umbenennung des “Teilen”-Links. Wie sich nun aber herausstellte, führt dieser Link mich zu einer Aufforderung von Facebook, eine Werbeanzeige zu schalten:

Über “Werbeanzeige bearbeiten” (woaruf man aufgrund der wenig sinnvollen Voreinstellungen zur Zielgruppenbestimmung wohl am ehesten klicken würde) gelangt man zu einer Seite, in der man die Einstellungen ändern und auch das Aussehen der Anzeige verändern kann.

Facebook geht also einmal mehr in die Offensive, was Werbekunden angeht…

Vor Kurzem hatte ich hier im Blog eine Umfrage zum Thema Adressbuch-Synchronisation gestartet. Insgesamt haben 54 Personen auf die Frage “Haben Sie Ihr Facebook-Konto mit Ihrem Adressbuch synchronisiert?” wie folgt geantwortet:

  • 41 Personen (=76%) Nein, natürlich nicht!
  • 7 Personen (=13%) Klar, ist doch praktisch
  • 5 Personen (=9%) Ja, aber ich wusste nichts von den Datenschutzproblemen
  • 1 Person (=2%) Ich weiß gar nicht, was das ist
  • 0 Personen Weiß ich nicht mehr…

Eine Leserfrage, die sich auf diesenArtikel hin ergab, war: Kann man so eine Adressbuch-Synchronisation denn wieder rückgängig machen? Dazu gab es heute folgenden Tipp von meinem Leser Andreas Schmidt:

Hier nochmal der Link:

http://www.facebook.com/contact_importer/remove_uploads.php

Außerdem wies Alexander Schestag in seinem Folgeblogpost zu meiner Umfrage auch auf folgende Adresse hin, unter der ungefragt eingeladene Nichtmitglieder von Facebook ihre Adresse aus den Datenbanken von Facebook entfernen lassen können:

http://www.facebook.com/help/contact.php?show_form=database_removal

Vielen Dank Alex und Andreas für die hinfreichen Linktipps!

Nachdem ich die unterschiedliche Struktur, die verschiedenen Vernetzungs- und Postingmöglichkeiten von Privat- und Unternehmenskonten eingegangen bin, möchte ich in diesem letzten Teil die verschiedenen Möglichkeiten der nicht-öffentlichen Kommunikation zeigen.

Inhaber eines Privatkontos verfügen automatisch auch über ein persönliches Profil, zu dessen Funktionen auch ein Nachrichtenpostfach gehört. Von dort aus können Sie Privatnachrichten an andere Profile verschicken und erhalten. Diese Nachrichten können nur Sie und der/die Empfänger lesen. Umgekehrt können die Inhaber der mit Ihnen vernetzten Profile (= gelb markiert) auch Ihnen Privatnachrichten schicken oder auf Ihre antworten (= orangefarbene beidseitige Pfeile).

Betreiber einer Fanseite können von dieser Fanseite aus keine wirklichen Privatnachrichten schreiben, sondern haben nur die Möglichkeit, sog. Aktualisierungen an ihre Fans zu versenden ( = einseitige lila Pfeile).

Diese Aktualisierungen landen zwar auch im Postfach, aber in einer eigenen Rubrik namens “Aktualisierungen”. Sie können nur gelesen, aber nicht beantwortet werden. Stattdessen enthalten Sie einen “Teilen”-Link zum Weitersagen.

Fanseitebetreiber haben dabei keine Möglichkeit, persönlich an bestimmte Fans zu schreiben. Sie können nur an alle oder zielgruppenspezifisch nach Ort, Geschlecht und Alter Aktualisierungen versenden (über: Seite bearbeiten > rechte Seitenleiste: “Aktualisierungen an Fans senden”).

Da zu Unternehmenskonten kein persönliches Profil gehört, kann der Inhaber eines Unternehmenskontos keine Privatnachrichten, sondern nur die o.g. Aktualisierungsfunktion seiner Fanseite für die nicht-öffentliche Kommunikation an seine Fans nutzen (sie können ihm darauf nicht direkt antworten):

Dies war der letzte Teil der Serie zum Unterschied zwischen Privat- und Unternehmenskonten. Insgesamt sind folgende vier Teile erschienen:

Teil 1: strukturelle Unterschiede
Teil 2: Vernetzungs-Unterschiede
Teil 3: Wer kann wo als was posten?

Teil 4: Unterschiede nicht-öffentliche Kommunikation
(= dieser Beitrag)

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